Die Wirbellosen

Die Wirbellosen


Stefanie Graupner



Gro?e Worte
Die mir bleiben
Die ich halten kann,
wie ich sonst nichts halten kann.
Sie sind mein Versagen.
Meine gro?e Flucht.
Sie sind mein Verrat.
Sie sind was ich liebe.
Was ich begehre,
wie ich nichts so treu begehre
mit Hingabe
mit gro?en Worten.



Ich bin ein Cham?leon ? Anpassung ist meine Schl?pfrigkeit, mein Hinterhalt mich nicht festzulegen.
Ein Abenteurer voll von Zorn der Welt zu beweisen, das ich sie bezwinge.



Vorwort


Mein Verlangen, meine unb?ndige Sehnsucht zu sein und nicht zu sein, in dieser Lust zu sterben und geboren zu werden. Meine Sehnsucht die ich nicht stillen kann und die d?rstet in der W?ste meines Lebens. Denn dort wo ich bin das was ich bin ist mein Zwiespalt, ist mein Zweifel. Mein unb?ndiger Drang der Mittelpunkt der Welt zu sein, der ich schon l?ngst bin!

In meinem Drang zu verstehen und in der Gewissheit l?ngst verstanden zu haben liegt mein Weg, mein Prozess, meine Differenz zu anderen. Ich bin wer ich bin. Ich will nicht wissen, denn ich wei?, ich will nicht sehen, denn ich sah, was ist mein Wille?

Als ich meine Gedanken suchte, war mir bewusst das ich sie nicht suchte sondern ihre Umsetzung darin. Ich will nicht h?ren was ich wei?, und es ist nicht Schmerz sondern Hochmut. Und es ist nicht s?ndig, es ist mein Leben.



Prolog


Welt I ? Die Innere Welt

Meine Apathie ist bedr?ngt von diesem Gleichnis, dieser Last, die ich trage, eine B?rde ja die ich nicht absch?tteln kann. Es ist ein Schlaf in den ich verfalle, der mich leblos macht auf meinem Weg, all die Traurigkeit, all die Dunkelheit die es zu durchbrechen gilt. Ich habe nicht versucht zu leben, solange ich diesen Kampf nicht beendet habe. Ich bin wer ich bin. Ich lebe in einer Welt die mich begriffen hat und die ich begreifen will. Ich stehe in dem Contra, ich stehe in Verantwortung. Meine Welt mag so beschr?nkt sein, denn ich lebe sie nur dieseits der Grenzen, ich lebe sie nur in meinem Kopf und blicke nicht weiter, stehe nur stumm, sehe nicht hin. Da drau?en ist der Zwiespalt der mich herausrei?t aus meiner Reinheit, aus meiner Liebe, der mich verf?hrt und der mich kr?nkt, denn das bin ich. Und ich frage mich ob ich nicht schon mittendrin stecke, in diesem Strudel, in diesem Proze?, in dem wir alle die Richter sind und dessen Urteil Ma?gabe ist, Hingabe ist f?r all die S?nden, die wir leben, die wir lieben. Eine hierarchische Tr?gheit, die uns beschleicht, die uns blendet.
Ich bin ein Fl?chtling vor dem Leben. Hinter all den Masken kann ich mich nicht mehr verbergen, zu laut ist der Schrei, als das ich noch stumm stehen will, stehen kann. So seht mich an und fragt nicht mehr, sch?ttelt nicht verst?ndnislos den Kopf, wenn ihr in den Spiegel blickt, denn ihr selbst seid es, die ihr sehen werdet. Enth?llt die Masken, wie ich meine enth?llt habe, um zu sehen, was ich gesehen habe.


Ich lebe meinen Tag als w?rde ich rennen
vor den Feuern
von den Toren
weit weg
zuviel um es wahrzunehmen
zuviel um es abzulehnen
Den Strom des blendenden Goldes der entschwindet und zu faulem Wasser wird.
Die Fassade die bricht und dessen Mauern schwanken
unerm?dlich
so hell, zu grell
das ich erblindet bin
von all den Feuern die brennen
tief und ewig brennen
in mir !



Welt II ? Die ?u?ere Welt

Worte. Alles Worte. Die einzige wirkliche Art unserer Kommunikation ist anf?llig geworden. Verbale Definition von Menschen geschaffen. Dieses Medium bietet so viele M?glichkeiten der geistigen Manipulation, der Herrschaft des Unwirklichen, der Verschleierung. Jeder Gedanke wird zu unserer Handschrift, zu unserem Leben, zu unserer Welt.



Lautlos schleicht die Zeit
?ber meine Wunden
soviel zur?ck, soviel voran
wohin die Stunden als ich sann
wohin die Welt so rasend und so schnell

zu grell! zu grell!

21.2.06 11:06

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